Zeitzeugengespräch mit Frau Deutsch

„Lasst euch nicht hineintreiben in Hass und Gewalt gegen andere Menschen. Lernt miteinander zu leben, nicht gegeneinander.“

Alex Deutsch


Am 6. Februar 2019 besuchte Frau Deutsch unser Gymnasium und gab unserer Stufe einen Einblick in die Zeit des Holocaust, den ihr Mann überwiegend im Vernichtungslager Auschwitz durch- und überlebt hatte. Zunächst sahen wir uns einen Film des Adolf-Bender-Zentrums in St. Wendel an, der ihrem Mann gewidmet ist. In dem Film wurde größtenteils
der Lebensablauf ihres Mannes geschildert, der sich als sehr tragisch und herzergreifend herausstellte.

Von ganz klein auf immer auf sich alleine gestellt, da er von seiner Mutter und seinen Geschwistern getrennt wurde, verfolgten wir seinen Lebensweg: beginnend in einem Berliner Waisenhaus, über sein Leben in Berlin der dreißiger Jahre, sein Leiden in Auschwitz, die Zeit nach 1945 in den USA und schlussendlich seine neue Heimat im Saarland, wo er Frau Deutsch kennengelernte und heiratete.

Die zwei Schulstunden, in der sie bei uns war, waren sehr ruhig und emotional. Man verspürte während ihres Vortrages ein trauriges und gleichzeitig mitfühlendes Gefühl.


Im Anschluss durften wir Frau Deutsch noch Fragen stellen und wir sahen uns mit ihr gemeinsam die Ausstellung in unserer Schule an, die wie jedes Jahr in den Fluren unserer Schule für Interessierte aufgestellt wurde, um über das Leben von Herrn Deutsch und den Holocaust zu berichten.

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