Ausbildung zu SchülermultiplikatorInnen am Gymnasium Birkenfeld

Am Gymnasium Birkenfeld werden jährlich ausgewählte AchtklässlerInnen innerhalb eines dreitägigen Programms zu sogenannten SchülermultiplikatorInnen im Bereich der Suchtprävention ausgebildet. Die Schülerinnen und Schüler erhalten auf dieser Fahrt grundlegende Kenntnisse hinsichtlich Suchtmittel, Suchtverhalten und Folgen von Süchten. Das Schülermultiplikatorenkonzept sieht vor, dass Informationen über Süchte, Suchtmittel und Suchtentwicklung sehr abwechslungsreich durch erlebnispädagogische Übungen und Gruppenarbeiten vermittelt werden. Ziel dieser Ausbildung ist es, dass die Jugendlichen ihr erlerntes Wissen zum Thema Suchtprävention daraufhin an einem Projekttag der Schule ihren Klassen vermitteln.

Die Ausbildung der Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Birkenfeld erfolgt durch die Lehrkräfte Verena Saar und Jan Morsch. Zu Beginn der Ausbildung wird in Form eines Tätigkeitsprofils die Häufigkeit verschiedener Aktivitäten wie beispielsweise der individuellen Handynutzung erfasst und ausgewertet. Nachdem der Begriff Sucht definiert ist, wird der Unterschied zu Genuss fokussiert und verdeutlicht, in welchen Situationen eine Abhängigkeit entstehen kann. Hier wird auch ein sehr wichtiger Aspekt der Ausbildung thematisiert, Handlungsalternativen zum Suchtmittel aufzuzeigen, damit sich eine Sucht erst gar nicht entwickelt.

Vertieft wird dies am darauffolgenden Ausbildungstag, an dem die SchülerInnen schwierige Situationen mittels eigener Rollenspiele darstellen, die gegebenenfalls zu einer Sucht führen können. Wichtige Informationen zu verschiedenen Suchtmitteln werden im Abschluss von den Jugendlichen recherchiert und der Gruppe präsentiert. Mithilfe eines Suchtpfads und verschiedener Alltags-Geschichten kann den TeilnehmerInnen verdeutlicht werden, dass es häufig ziemlich schwierig ist, direkt zu erkennen, ob eine Suchtgefahr bereits besteht.

Zum Abschluss der Ausbildung bereiten die AchtklässlerInnen die Vermittlung der Inhalte sowie die Methoden für den Projekttag der Schule eigenständig vor, sodass sie dieses wichtige Thema adressatengerecht an ihre MitschülerInnen weitergeben können. Hierbei stellen die TeilnehmerInnen fest, wie wichtig Kommunikationsfähigkeit und Teamfähigkeit sind, um die Aufgabe als Multiplikator erfüllen zu können.

Durch unser Programm wird nicht nur das Thema Suchtprävention, sondern auch die Persönlichkeitsentwicklung gefördert. Insgesamt bietet diese abwechslungsreiche Fortbildung  am außerschulischen Lernort viele positive und interessante Aspekte, die allen noch lange im Gedächtnis bleibt.

Verena Saar und Jan Morsch

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