Studienfahrt der MSS 13 zu den Schlachtfeldern von Verdun

An ihrem letzten Schultag, dem 07. März 2025, unternahm die MSS 13 in Begleitung von Herrn Heck und Herrn Reiff sowie zwei Offizierinnen der Bundeswehr, die die Fahrt inhaltlich und logistisch organisiert hatten, eine Studienfahrt zu den Schlachtfeldern von Verdun. Die Fahrt, die normalerweise für die Stufe 9 vorgesehen ist, wurde für die Schülerinnen und Schüler der MSS 13 angeboten, da diese während der Zeit der Corona-Pandemie nicht durchgeführt werden konnte.

Im Vorfeld der der Fahrt wurde durch die Bundeswehr ein sicherheitspolitisches Seminar durchgeführt, dass den Ost-West-Konflikt und den aktuellen Krieg in der Ukraine zum Thema hatte. Hier wurde deutlich, dass sich dieser Krieg in einigen Punkten, wie z B. der Schützengrabenkrieg, nicht so sehr von den Kämpfen an der Westfront im Ersten Weltkrieg unterscheidet. So vorbereitet, startete die MSS 13 am frühen Morgen des 07. März nach Frankreich. Unterbrochen durch eine ausplanmäßige Passkontrolle der französischen Polizei, erreichte die Studiengruppe die Schlachtfelder von Verdun gegen 11 Uhr. Besichtigt wurde zunächst das völlig zerstörte Dorf Fleury-devant-Douaumont, von dem nur noch Hinweistafeln, wo welches Haus gestanden hat, und eine nach dem Krieg erbaute Kapelle zeugen. Im Anschluss daran besichtigte die Stufe das Museum Mémorial de Verdun. Dieses Museum, das 2016 nach jahrelanger Renovation neu eröffnet wurde, gibt einen hervorragenden interaktiven Einblick in die Geschichte der ersten großen Materialschlacht, die im Februar 1916 begann und mehr als 700.000 Soldaten auf deutscher und französischer Seite das Leben kostete. Einen Eindruck, wieviel Soldaten hier starben, vermittelte den Schülern der französische Soldatenfriedhof und das Gebeinhaus, die nicht weit vom Museum liegen und anschließend angefahren wurde. Hier sieht man eine riesige Anzahl weißer Kreuze und Grabstelen für gefallene jüdische und muslimische Soldaten der französischen Armee. Ein eindrucksvolleres Mahnmal gegen jeden Krieg kann es nicht, so der Eindruck der Schüler. Den Schlusspunkt der Fahr setzte die Besichtigung des Fort Douaumont, einer unterirdischen Befestigungsanlage, die noch vor dem Ersten Weltkrieg gebaut wurde und sehr umkämpft war, da sie einen Strategisch wichtigen Punkt darstellte. Den Strapazen, denen hunderte von Soldaten in den feuchten und stickigen Gängen tage- und wochenlang unter ständigem Artilleriebeschuss ausgesetzt waren, lässt sich nur erahnen. Nach einer Gedenkminute vor dem deutschen Soldatenfriedhof im Fort (bei Explosion kamen hunderte Soldaten ums Leben, die dann in einem Seitengang der Anlage eingemauert wurden) wurde die Heimfahrt nach Birkenfeld angetreten. „Nie wieder Krieg“ – dieses Motto sollte nach der Besichtigung dieses Schlachtfeldes jeder verinnerlicht haben, vor allem in Zeiten, in denen in Europa wieder Krieg geführt wird.

Hans-Georg Heck

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