Bericht zum Projekttag „Lernen“, 2017, BioNTech Exkursion

Geschrieben von L. M. Schwinn.

Am 2.11.2017 traf sich eine Schülergruppe aus der MSS 13 unter der Aufsicht der Lehrerinnen der beiden Bioleistungskurse, Frau Wernitz und Frau Wolf, im Rahmen des Projekttages „Lernen“ in Idar-Oberstein beim Unternehmen BioNTech (ehemals EUFETS),um sich einen aktuellen Eindruck über die momentanen, innovativen biotechnischen Möglichkeiten rund um die Gentherapie zu verschaffen.

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Die Anfahrt zur Vollmersbachstr. 66 geschah reibungslos und von den Schülern selbstständig. Dort angekommen, bekamen wir zunächst einen sehr freundlichen Empfang und eine Präsentation über das Thema Gentherapie, seine Funktion, seine Entwicklung und inwiefern BioNTech in diesem zukunftsweisenden Feld eine Rolle einnimmt. Hierbei ist BioNTech für die Herstellung von pharmazeutischen Mitteln der Gentherapie zuständig, sowie

, damit auch verbunden, mit der Qualitätskontrolle. Dabei gab es eine konstruktive Diskussion zwischen den Präsentanten und den Schülern, zuzüglich eine erfrischende Einbindung der Schüler im Rahmen einer konstruierten Qualitätskontrolle: Hierbei mussten wir uns an der Qualitätskontrolle von Gummibärchen versuchen, was sich erstaunlicherweise als sehr schwierig entpuppte.

01vor dem Reinraum 

Nach der Präsentation konnten wir uns in 2 Gruppen einteilen und bekamen einen informativen Rundgang durch die Produktionsstätte, welcher von einem, meiner Meinung nach, sehr freundlichen und kompetenten Personal geführt worden ist. Dabei hatten wir Einblick in die Reinräume. Diese sind komplett steril gehaltene Produktionsräume, wo es zur eigentlichen Produktion kommt. Eine Gruppe hatte sogar das Glück Mitarbeiter bei dieser sehr komplexen und hochspezifischen Arbeit zu beobachten. Danach ging es zum Labor, wo auch spezielle Reinheitsvorschriften galten. So musste während der ganzen Tour ein Kittel getragen werden, sowie auch Überschuhe (Plastikbezüge für die Schuhe) sowie auch in bestimmten Bereichen Handschuhe. Im Labor wurden die Zellkulturen untersucht und angesetzt (also kultiviert), wie auch die Gesundheit der Zellen kontrolliert. Dabei konnten wir auch selbst mikroskopieren und uns die Zellkulturen genau anschauen. Direkt daneben kamen wir dann zur Qualitätskontrolle, welche sich mit der, wie der Name schon sagt, Qualität des Produktes beschäftigt. Stets wurden dabei vom Personal Fragen an uns gerichtet, sodass nie das Gefühl entstand, dass es sich hierbei um einen Vortrag handle. Nach der Qualitätskontrolle gingen wir in den Keller und betrachteten die Brutstätten in den mikrobiologischen Räumen, wo uns kenntlich gemacht wurde das Sterilität ein unfassbar schweres Unterfangen ist in einer Welt, die nur so von Bakterien strotzt. Deshalb ist es auch extrem schwer in den Reinräumen wirklich rein zu arbeiten, weil die größte Kontaminationsgefahr vom Menschen selbst ausgeht.

2 Mikroskopie Qualittssicherung

Nach dieser schön gestalten Tour trafen wir uns wieder im Konferenzraum und bildeten ein Resümee über die heutige Exkursion, was durchweg positiv ausfiel. Wenn man dabei noch bedenkt, dass wir eine der ersten Schülergruppen waren, die eine Besichtigung erhielt, dann kann man wirklich mit guten Aussichten in die Zukunft schauen, bei einer solchen kompetenten und freundlichen Firma, die Lust auf weitere Exkursionen von kommenden Schülergruppen macht.

Außerdem eröffnen sich nun ganz neue Berufsfelder im Raum Idar-Oberstein, aufgrund dieser neuen und zukunftsweisenden Firma, wie es BioNTech ist. Jeder der sich für Biologie, Biotechnologie, Informatik aber auch im Bereich des Marketings einen Beruf sucht wird nun sogar hier fündig. Der Firmensitz bringt also einen belebenden und erquicklichen Schwung in den Raum rund um Idar, was auch bestimmt diejenigen Schüler des Gymnasiums Birkenfeld, die genau in diesen Berufsfeldern ihre Zukunft sehen, interessiert beobachten sollten.

Ein Bericht von Luis Felipe Mattos Schwinn